Werner Jung und Frank Siegel, beide Geschäftsführer von Obility, und Florian Käsbauer und Bernd Remus, die Geschäftsführer von Impressed (jeweils von links nach rechts) strahlen nach Abschluss der Kooperationsvereinbarung in die Kamera.

Hamburg, 08. Dezember 2022 – Frankfurt, Hamburg und München – das waren im November die Stationen der diesjährigen Switch World Tour. Rund 150 Teilnehmende aus Druckereien in diesen Metropolregionen folgten der Einladung von Enfocusund Impressed. In Präsentationen und Live-Demos erfuhren sie, wie sie die Prozesse in ihren Betrieben standardisieren und automatisieren können, um Effizienz und Produktivität zu steigern. Enfocus ist Entwickler der Switch-Plattform für die Workflow-Automatisierung. Impressed bietet mit dem Impressed Workflow Server (IWS) eine Lösung für die Automatisierung des PDF-Workflows in der Druckvorstufe. Das Unternehmen ist seit mehr als 20 Jahren Distributor für Enfocus in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Standardisierung und Automatisierung – das waren die Kernthemen der von Enfocus und Impressed veranstalteten Switch World Tour. Die Eventreihe sprach jeweils am ersten Tag Entscheider in Druckereien an – warum ist Standardisierung so wichtig und wie können Prozesse automatisiert und Produktionsumgebungen modernisiert werden, ohne bestehende Lösungen über Bord werfen zu müssen.

Der zweite Tag ging technisch mehr in die Tiefe, widmete sich Themen wie dem JDF-Dilemma, der Standardisierung von Datenmodellen, der Integration unterschiedlicher Systeme über Schnittstellen (APIs) und Vorgehensweisen zum Scripting von Abläufen.

Datenmodell schafft Basis für Automatisierung
Robert Zacherl, Workflow-Spezialist bei Impressed: „Wir sehen bei unseren Kunden den klaren Trend hin zu offenen Systemen. Diese werden baukastenartig aus den für den jeweiligen Zweck optimalen Komponenten verschiedenster Hersteller kombiniert. Damit diese reibungslos miteinander kommunizieren können, eine Grundvoraussetzung für jegliche Automatisierung, ist ein standardisiertes Datenmodell notwendig. Das JDF-Format kann das nicht leisten, weil es eine Vielzahl von Dialekten gibt.“

Daher hat Impressed im Rahmen der Entwicklung von IWS auch ein standardisiertes Datenmodell definiert. Es orientiert sich zwar an der JDF-Weiterentwicklung XJDF, setzt aber in vielen Bereichen andere Schwerpunkte. Dazu Florian Käsbauer, bei Impressed Produktmanager für den Impressed Workflow Server: „Damit ist IWS die nach allen Seiten offene „Middleware“, die Datendrehscheibe im Zentrum der Druckvorstufe. Er fungiert als Übersetzer zwischen den verschiedenen Systemen und übernimmt alle relevanten Daten verlustfrei aus dem jeweiligen Ursprungsformat.“

IWS Pro kooperiert mit Enfocus Switch

IWS Pro arbeitet eng mit der Automatisierungs-Plattform Switch zusammen. Im Lieferumfang von IWS sind bereits etwa 15 Switch-Workflows für unterschiedlichste Aufgabenstellungen enthalten, die sofort zum Einsatz kommen können.

Davy Verstaen, bei Enfocus Product Manager für Switch, ging in seiner Präsentation auf die zukünftige Entwicklung der Plattform ein. Ein wesentlicher Punkt dabei ist die weitere Steigerung der Leistungsfähigkeit und Optimierung der Bedienung sowie des Webportals von Switch.

Ein großer Schritt vorwärts ist auch die Ablösung von XML als Dateiformat für die Übertragung von Daten durch das so genannte JSON-Format. Damit wird beispielsweise die Automatisierung von Prozessen über Scripting und die Entwicklung von Schnittstellen zwischen Systemen wesentlich vereinfacht und effizienter.

Dazu Davy Verstaen: „In einer Welt der APIs, des Cloud Computings und der ständig wachsenden Datenmenge spielt JSON eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die Räder eines modernen, offenen Webs zu schmieren.“

Fit für die Zukunft

Die Präsentationen von Impressed und Enfocus haben den Teilnehmenden an der Switch World Tour das Rüstzeug vermittelt, das sie brauchen, um ihre Betriebe zukunftssicher zu modernisieren.

Impressed Workflow Server – Cockpit und Schaltzentrale Ihrer Druckproduktion

Der Impressed Workflow Server (IWS) verbindet die Ein- und Ausgabesysteme in Ihrer Druckproduktion – vom Webshop und dem MIS über die Freigabe und das Ausschießen bis hin zur Druckmaschine und die Weiterverarbeitung.

Der IWS ist die Schaltzentrale zwischen all Ihren Systemen und Maschinen. Damit schafft er die Basis für die Automatisierung der Prozesse in Druckereien über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg.

Dabei ist er das zentrale Cockpit für die Überwachung und Steuerung aller Abläufe – damit Sie immer und überall alles im Blick haben. So werden die Effizienz und die Sicherheit der Produktionsprozesse optimiert – der Durchsatz wird gesteigert, die Qualität von Dienstleistung und Produkt wird verbessert.

Derzeit unterstützt IWS unter anderem die folgenden Systeme:
• MIS: advanter, Keyline, Lector, Megalith, Obility, Omikai, Pace, PaginaNet, Prinance, Printplus, uTraxx und Duon-Portal.
• PrintBroker: WIRmachenDRUCK, unitedprint, Saxoprint, CEWE
• Digitaldrucksysteme: Canon, HP Indigo, Kodak, Konica Minolta, Océ, Xeikon, Xerox
• Ausgabe: Prinect, Agfa Apogee, Kodak Prinergy, Xerox und Konica Minolta

Weitere Anbindungen werden folgen. Dank der offenen und flexiblen Architektur von IWS Pro können auch individuelle Import-Filter erstellt werden.

Während der von Enfocus und Impressed veranstalteten Switch World Tour informierten sich Druckereien, wie sie ihre Prozesse standardisieren und automatisieren können