IWS-Grafik

Das aktuelle Interview: »Middleware« für Drucker

von Michael Schüle, 2. Mai 2019, Deutscher Drucker

Der Hamburger Distributor und Integrator Impressed GmbH hat Ende 2018 den Impressed Workflow Server (IWS) vorgestellt, und ein süddeutscher Druckdienstleister setzt den modular aufgebauten Workflow Server bereits zur vollautomatischen Produktionssteuerung ein. Wie der IWS funktioniert und welche Vorteile Anwender davon haben, erläutert Impressed-Produktmanager Karsten Schwarze.

print.de: Herr Schwarze, was genau ist der IWS?

Karsten Schwarze: Der Impressed Workflow Server ist eine automatisiert arbeitende PDF-Workflow-Lösung für Druckereien mit einer zentralen, datenbankgestützten Jobverwaltung und einer browserbasierten Jobsteuerung. Die Bedienoberfläche des IWS ermöglicht eine Übersicht über die aktuellen, in der Produktion befindlichen Dateien und kann deren weiteren Verlauf steuern. Der IWS automatisiert und standardisiert somit die Produktion.

print.de: Funktioniert die Integration externer Systeme?

Karsten Schwarze: Der IWS nutzt die bestehende Infrastruktur. Die Verknüpfung von externen Systemen wie Webshops oder Management Informationssystemen (MIS) mit dem Impressed Workflow Server ermöglicht es, Auftragsinformationen mit den Produktionsdaten zu verknüpfen. Hierdurch wird gewährleistet, dass jede Produktionsdatei ihren Auftragsinformationen entsprechend im Workflow verarbeitet wird.

print.de: Wie steuert der IWS die Produktion?

Karsten Schwarze: Der IWS ist für den typischen Ab­lauf in einer Druckerei optimiert und bildet die per­fekte Schnittstelle zwischen Auftragsverwaltung und Produktion. Aus den Auftragsinformationen wird ein Jobticket erzeugt, welches dynamisch den Workflow vom auftragsbezogenen Preflight und von Korrekturen bis zur optional verfügbaren Online-Freigabe und ausgeschossenen und optimierten Druckform steuert.

print.de: Welche Technik steckt dahinter?

Karsten Schwarze: Dynamischer Preflight und Korrektur auf Basis der Technologie von Enfocus. Die Zentrale von IWS ist die grafische Oberfläche, welche Ihnen Zugriff auf alle Funktionen des IWS-Servers gibt. Aufträge lassen sich von hier aus anlegen, steuern und überwachen. Der Status zu jedem Job wird jederzeit angezeigt. Der auftragsbezogene, standardisierte Preflight vergleicht die Auftragsinformationen mit den Produktionsdaten und erzeugt einen Prüfreport. Dieser kann direkt im Browser betrachtet und per Mail an den Kunden gesendet werden.

Der Impressed Workflow Server ist aber nicht auf den Preflight und die Korrektur von PDF-Da­teien beschränkt. Der modulare Aufbau ermöglicht die Erweiterung der Funktionalität durch die optionale Integration eines Farbservers, die webbasierte Freigabe von PDF-Dateien oder das Ausschießen, Sammelformerstellung und Druckjobplanung.

print.de: Was beinhaltet der Impressed Workflow Server?

Karsten Schwarze: Der Impressed Workflow Server beinhaltet im Detail:

  • Pitstop-2-Switch (Enfocus Switch Core Engine & Pitstop Server)
  • IWS UI (browserbasiertes Frontend für die Jobsteuerung und -übersicht)
  • Switch IWS Flows für die automatisierte Verarbeitung der Produktionsdaten
  • IWS-Aktionslisten/Prüfprofile für Enfocus Pit­stop Server
  • Anbindung an einen Eingangskanal (zum Beispiel Webshop, MIS, JDF oder CSV)

Der Impressed Workflow Server lässt sich individuell um diverse Module erweitern.

print.de: Welche MIS unterstützt der IWS?

Karsten Schwarze: Keyline, Megalith Print Workflow, EFI Alphagraph, alle XML-kompatiblen Systeme, EFI Lector sowie alle JDF-kompatiblen Systeme.

print.de: Was bringt der IWS dem Kunden?

Karsten Schwarze: Der Impressed Workflow Server ermöglicht es, zeitintensive, manuelle Prozessschritte zu standardisieren, zu automatisieren und vermeintliche Inkompatibilitäten zu überwinden. Auf diese Art und Weise können Qualität und Output gesteigert werden.

Über den Impressed Workflow Server

Der Impressed Workflow Server (IWS) dient dem Management des PDF-Workflows in der Druckproduktion. Er ermöglicht, zeitintensive und fehlerträchtige manuelle Prozessschritte zu standardisieren und zu automatisieren. So werden die Effizienz und die Sicherheit der Produktionsprozesse optimiert – der Durchsatz wird gesteigert, die Qualität von Dienstleistung und Produkt wird verbessert.

Eine zentrale Funktion des IWS ist die Verbindung von Systemen wie MIS-Lösungen oder auch Webshops mit den in der Druckindustrie gebräuchlichen Ausgabe-Workflows – er fungiert dabei als intelligente „Middleware“. Dank der Standardisierung der Daten ist es möglich, Auftragsinformationen mit Produktionsdaten zu verknüpfen. Damit wird gewährleistet, dass jede Pro­duktionsdatei den Auftragsvorgaben entsprechend im Workflow verarbeitet wird.

Es stehen derzeit unter anderem folgende Filter für den Import und Export von Daten zur Verfügung:

MIS: Lector MIS, EFI Pace MIS, Keyline, Prinance MIS, Printplus MIS, uTraxx und Duon-Portal.

PrintBroker: WIRmachenDRUCK, unitedprint, Saxoprint, CEWE

Digitaldrucksysteme: Canon, HP Indigo, Kodak, Konica Minolta, Océ, Xeikon, Xerox

Ausgabe: Prinect, Agfa Apogee, Kodak Prinergy, Xerox und Konica Minolta

Weitere Anbindungen werden folgen. Dank der offenen und flexiblen Architektur von IWS Pro können auch individuelle Import-Filter erstellt werden.

Weitere Informationen stehen unter https://impressed-workflow-server.de/ bereit.

Über Impressed:

Die Impressed GmbH ist seit 1992 Anbieter von Lösungen für die Bereiche Medienproduktion und digitale Druckvorstufe. Neben dem Vertrieb und der Pflege professioneller Softwareprodukte verschiedener namhafter Hersteller bietet Impressed eine ganze Reihe zusätzlicher Dienstleistungen an. Seit über 30 Jahren hilft das Impressed-Team damit seinen Kunden, ihre Prozesse und Produktionsabläufe zu standardisieren, zu automatisieren und somit effizienter zu gestalten. Weitere Informationen sind unter http://www.impressed.de/ zu finden.